Blickwinkelwechselgeschichten

Eigentlich gehe ich nicht gerne zu „fremden“ Autorenlesungen, schon gar nicht allein. Und öffentliche Schwimmbäder sind auch nicht so meins, denn ich kann weder besonders gut auf Hitze noch auf Chlor. Dennoch konnte ich der neuen Reihe Kunstbaden – Kultur im Grugabad –  nicht widerstehen und ging am zu Samstag Danko Rabrenovics Sunsetlesung. Was für ein Glück, sonst hätte ich nie erfahren, dass wir offenbar mindestens eine Leidenschaft teilen: die für den Blichwinkelwechsel (und für gute Musik. und für gute Geschichten. :-))   Weiterlesen

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The Sorrows of an American

Als ich im Frühjahr beschloss, ich müsse dringend mal wieder was von Siri Hustvedt lesen, fand ich es jedoch erstmal sehr schwer, mich für eines ihrer Werke zu entscheiden. Bis ich auf den Titel The Sorrows of an American stieß: Was könnte angesichts des aktuellen Präsidenten passender sein? Natürlich ist Hustvedts 2008 erschienenes Buch keine Trump-Prophezeiung. Dann hätte ich es auch nicht mit so viel Genuss gelesen … Weiterlesen

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Ausgetanzt

Während ich nun endlich die Zeit finde, über  Ptah IV zu schreiben, das bereits vor gut zehn Tagen im Essener Grillo-Theater Premiere hatte, wird genau dort alles für die dritte und letzte Vorstellung dieses besonderen Tanzabends aufgebaut und eingeleuchtet. Schade, dass Julia Schalitz‚ „Philia“, Yanelis Rodriguez‚ „Life is Calling“, Qingbin Mengs „M.Selbst“, Kevin Durwaels „Living Waters“ und Igor Volkovskyys „Kak Dela!?!“ danach wohl nicht mehr zu sehen sein werden …

Junge Choreografen voller Energie und Ideen, die hoch hinaus wollen: Qingbing Meng in seinem Solo „M.Selbst“ (Foto: Mario Perricone)

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Leben im Halbdunkel

Ich weiß, es gibt Menschen, die laufen bei 30 Grad Außentemperatur erst so richtig zu Hochtouren auf – oder lieben Sommer, Sonne, Hitze zumindest dann, wenn sie am Strand brutzeln können. Für mich ist das alles nichts. Meinetwegen brauchte es keine Außentemperaturen jenseits der 25 Grad Celsius zu geben – und auf die „Erfindung“ der hitzebedingten Migräne hätte mein Körper erst recht verzichten können. Weiterlesen

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Dämonenreste

Nein, das ist keine neue Bezeichnung für den Monsterkater, der für manche vielleicht zum Vatertag gehören mag, Das ist vielmehr eine Frage an mich selbst: Was ist mir gut drei Wochen nach der Premiere der Bühnenfassung von Dostojewskis Dämonen, inszeniert von Hermann Schmidt-Rahmer am Essener Grillo-Theater in Erinnerung geblieben?

Ideologie und Charisma: Stefan Diekmann und Alexey Ekimov (Foto: Martin Kaufhold)

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Sie ist wieder da :-)

Lange genug war sie ja vergriffen, meine Kriminalnovelle, mein Buchdebüt von 2004. Jetzt gibt es sie wieder und das alsbald auch in bester Gesellschaft, macht sie doch den Auftakt in der neuen E-Book-Reihe „Ausgezeichnet!“ im Kick-Verlag. Wovon die Rede ist? Natürlich von Der Tod ist ein langer, trüber Fluss Weiterlesen

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Drei Ganze und ein halbes Etwas

… so ließen sich rückblickend meine beiden letzten Ballettabende zusammenfassen: 3 by Ekman war ein wunderbares Erlebnis im Aalto, ein ebenso erfrischender wie reifer Tanzabend, den ich mir jederzeit wieder anschauen würde, während mich bei Vibrations genau die Königin, also die Kuhn-Orgel, mit ihrem verhallten Klangbrei aus der Philharmonie vertrieb. Was zumindest eine Überraschung war. Aber der Reihe nach …

Wataru Shimizu in „Tuplet“ – Teil des Ballettabends „3 BY EKMAN“ mit Werken von Alexander Ekman (Foto: Bettina Stöß)

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Apart: „B“

Das Schöne an vergriffenen, fast vergessenen Büchern ist, dass man sie auf eigene Faust neu entdecken kann. Im Internet ist so über Eva Figes‚ 1972 erschienen Roman „B“ praktisch nichts zu finden – bei Amazon gibt es nicht mal ein Foto des Covers und mir ist nirgends auch nur eine Inhaltszusammenfassung begegnet. Dabei hat der es in sich. Weiterlesen

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Bach über Bach

Auf Dauer kann man nicht Bach heißen, aber ein so berühmtes Werk wie Johann Sebastian Bachs „Johannespassion“ nicht kennen, finde ich. Welch Glücksfall für mich, dass Cappella Amsterdam mit Dirigent Daniel Reuss kürzlich mit diesem Werk in der Philharmonie Essen gastierte. Weiterlesen

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Frühling, ganz nah

Ja, ich weiß, im Moment hat es vielerorts den Anschein, der Frühling sei auf dem Rückzug.    Schon wieder mehr weiß und grau, statt bunt.          Weiterlesen

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Talent On The Move

Acht Tänze, drei Filme, vor rund drei Wochen in Holland – genauer: in Het Klooster Theater in Woerden – gesehen. Talent On The Move haben die Verantwortlichen von Codarts Rotterdam das Ganze genannt, und das passt. Denn das war keine ’normale‘ Tournee einer Kompagnie, das war ein Überblick über die Talente, die gerade an dieser renommierten Hochschule ihren Abschluss machen. Kurz vor dem Absprung, eben on the move. Weiterlesen

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Zeitreise

Der Rat eines Rezensenten, sich bei der Lektüre von Alice Munros Something I’ve been meaning to tell you zu zügeln und nur eine der seltsam klarsichtigen Kurzgeschichten pro Tag zu lesen, ist an sich ein sehr guter. Problematisch wird es allerdings, wenn man hinterher über das Gelesene schreiben will und plötzlich Wochen oder Monate vergangen sind, weil immer wieder Pflichtlektüren dazwischen kamen. Insofern ist der Band mit Erzählungen aus den 1970ern in mehr als einer Hinsicht eine Zeitreise … Weiterlesen

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Nicht jetzt/noch nicht

Schon komisch: Was habe ich nicht alles an Themen fürs Blog im Hinterkopf, doch geschrieben habe ich seit fast drei Wochen hier kein Wort mehr.  Als sei jetzt nicht die Zeit dafür. Oder noch nicht, so  wie bei dieser Tulpe, die ich (vor rund zwei Wochen) in der Gruga fotografierte. Jedenfalls Weiterlesen

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Eva Figes: Journey to Nowhere

In ihrem letzten Buch, das 2008 erschien, beschäftigt sich Eva Figes erneut auf ganz besondere Weise einerseits mit persönlichen Erinnerungen und andererseits mit historischen Fragen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Geschichte von Edith, die vor dem 2. Weltkrieg Hausmädchen bei den Ungers, Evas Familie in Berlin war und die dort Judenverfolgung im Untergrund überlebte. Ihre Journey to Nowhere führt sie anschließend in den gerade gegründeten Staat Israel – doch ankommen, heimisch werden wird sie dort nicht. Weiterlesen

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Kleiner Frieden im großen Krieg

Beinahe vierzig Jahre ist es her, dass Eva Figes‚ Buch  Little Eden: A Child at War erschien, in dem sich die Autorin zurückerinnert, wie es war, 1940 als Kind deutscher Juden den Krieg in England zu überleben – und welche herausragende Rolle dabei eine ganz besondere Schule im ländlichen Cirencester in Gloucestershire spielte.  Weiterlesen

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