Aus der Zeit gefallen

6. 30 Uhr ist absolut nicht meine Zeit, aber was tut man nicht alles für die Kunst, den guten Zweck und den Lebensunterhalt 😉 Nein, im Ernst, der Internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen ist eine gute Sache und bei der Gelegenheit mal wieder einen Erzählworkshop für Menschen mit Gewalterfahrung zu machen, ein lohnender Anlass, noch vor Sonnenaufgang aufzustehen und über 4 Stunden mit der Bahn in den Norden zu reisen. Das ging sogar glatt, ich kam pünktlich an und traf auch sogleich auf meine so freundliche wie patente Gast- und Auftraggeberin. Weiterlesen

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Anders lesen II

Nicht jedes Buch, an dessen Entstehung ich auf die eine oder andere Art mitgewirkt habe, lese ich hinterher, und wenn ich es doch tue, schreibe ich nur in Ausnahmefällen hier im Blog darüber. Aber bei Jutta Profijts Unter Fremden kann ich gar nicht anders, viel zu berührt und begeistert bin ich von diesem Buch, das aus Sicht einer geflüchteten Syrerin viel mehr als einen spannend und leider nur allzu realistischen Thriller erzählt. Weiterlesen

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Tierisches Theatervergnügen

Normalerweise sind Weihnachtsmärchen Stücke, die alle vorher schon kennen. So wie der „Froschkönig“, um den es im aktuellen Essener Märchen auch geht. Aber eben nur ‚auch‘, denn was Christian Tombeil für Kinder ab 6 Jahren angerichtet hat, ist eine Uraufführung: Jupp – Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben heißt das Auftragswerk von Gertrud Pigor, und herausgekommen ist tierisches Theatervergnügen mit viel schräger Musik von Jan-Willem Fritsch.

Roter Alarm – oder was geht oben auf der Bühne gerade alles schief? Ingrid Domann, Jens Winterstein, Mateusz Dopieralski und Floriane Kleinpaß lauschen gespannt

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Wir und unsere Masken

Meist ist es das pure Glück, das mich in eine Opernvorstellung bringt, denn ohne Gebührenkarten wäre das ein recht teures Vergnügen und ohne Begleiter mag ich mich (noch) nicht auf das Abenteuer Musiktheater einlassen. Am Samstag landete ich so mit einer obendrein opernversierten Freundin in Rigoletto im Aalto-Theater – eine Oper, von der ich wenig mehr wusste, als dass es sie gibt, und der ich von daher ganz unvoreingenommen begegnete.

Hinter Masken und in der Masse sind selbst die Höflinge „mutig“ – und weil’s der Aalto-Opernchor ist, auch bei Stimme

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Geisterbahnfahren

Ein spärlich bevölkerter U-Bahnsteig am Montagabend. Zwei Bahnen sind angekündigt, als nächstes die, die mich vom DozentInnen-Empfang an der Uni Duisburg-Essen nach Hause bringen soll. Überraschend pünktlich fährt der Zug ein, noch überraschender ist jedoch, dass sein Inneres unbeleuchtet ist und auch die elektronischen Anzeigen, wo sonst Linie und Zielrichtung angegeben werden, dunkel sind. Unbekannte schauen einander fragend an, wir blicken zur Anzeige auf dem Gleis, dann steigt jeder ein – achselzuckend, manch einer unsicher, zögerlich. Weiterlesen

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Anders lesen I

Es gibt von jedem Werk so viele Deutungen, wie es Rezepienten hat – so ließe sich die quantitative Bandbreite der Leserperspektiven beschreiben. Aber was ist mit den unterschiedlichen Blickwinkeln, aus denen ich Bücher lesen kann: rein aus Spaß an der Freude, als Literaturdozentin auf der Suche nach Material,  als Lektorin mit professionellem Blick oder auch als Jurorin auf der Suche nach ‚dem besten Werk in Kontext XYZ“, um nur einige zu nennen. Und vor allem: wie soll ich die Perspektive nennen, aus der ich Bücher lese, an deren Entstehung ich als Coach beteiligt war? Christiane Dieckerhoffs Spreewaldgrab und Anja Marschalls Tod am Nord-Ostsee-Kanal warfen diese Frage auf. Weiterlesen

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Mit Worten gegen Gewalt

Am 25. November, also genau in einem Monat, ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. An vielen Orten werden viele wichtige und spannende Veranstaltungen weltweit dazu statt finden. Ich fühle mich geehrt, dass ich aus diesem Anlass schon zwei Tage zuvor, am 23. November, in Bargteheide eingeladen bin, um nachmittags einen Workshop (Schreiben für Menschen mit Gewalterfahrung) und abends eine Lesung zu halten. Nicht nur für Frauen lese ich ab 19 Uhr unter dem Motto aus Kriminalerzählungen, in denen es um Ursachen und Folgen, sowie das Überleben von Gewalt geht – eben darum, wie man mit Kunst und Kreativität lebt, frei nach dem Motto, ein glückliches und langes Leben ist die beste Rache. Weiterlesen

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In neuem E-Gewand: Stimmengewirr

Schon seit über zehn Jahren gibt es mein Stimmengewirr als Roman in Papierform, was ihn heutzutage wohl zu einem Longseller macht.  Aber damit nicht genug: seit neuestem gibt’s ihn auch als E-Book – Weiterlesen

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Echt unabhängig

Unabhängigkeit zu bewahren, ist wichtig, aber nicht immer einfach. Auch nicht, wenn es um so etwas Wunderbares und Essentielles geht wie Buchhandlungen. Ich meine, wo sonst soll der Stoff für meine (zweit)liebste Leidenschaft herkommen? Und wer könnte sich besser um meine Kopfkinder kümmern, als BuchhändlerInnen? So gesehen ist WuB, die Woche der unabhängigen Buchhandlungen, nur folgerichtig. Und natürlich bin ich mit dabei. Weiterlesen

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Krimis im Präsidium

Es ist wieder so weit: Die  Tage werden kürzer, die Nächte länger, und die Krimiautoren lassen das Verbrechen hinter sich, um wenigstens einmal im Jahr nur Gutes zu tun. Denn am 8. Dezember 2017 ist Krimitag und diesmal lesen wir im Polizeipräsidium in Essen unter dem Motto  Kerzen, Killer, Currywurst und sammeln für den guten Zweck, nämlich für das Essener Frauenhaus und das Frauenhaus in Mülheim. Weiterlesen

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Weihnachtstaschendiebe

Das Verbrechen ruht nimmer, und nicht nur für Taschendiebe herrscht im Advent geradezu Hochsaison. Und dass es im Weihnachtsmärchen im Theater nicht immer mit rechten Dingen zugeht, kann man sich spätestens dann denken, wenn man den Titel meines neuesten (Weihnachts)Kurzkrimis liest: Umwege zum Ruhm heißt er, erschienen ist er soeben in Killer, Kerzen, Currywurst und hier ist eine kleine Kostprobe daraus: Weiterlesen

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Der lange Schatten des Weihnachtsmannes

Während es draußen stürmt und regnet, und ich mich innerlich noch immer nicht ganz vom letzten Rest des Altweibersommers verabschiedet habe, fällt er schon auf mich, der lange Schatten des Weihnachtsmannes: 
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Im Trüben fischen

Laut Duden bedeutet  „im Trüben fischen“ umgangssprachlich unklare Zustände zum eigenen Vorteil ausnutzen. Schön wär’s, kann ich da nur sagen, denn zur Zeit ist das noch die treffendste Beschreibung, die ich für meine derzeitige Arbeit an ein bis zwei Romanen finden kann – aber zu meinem Vorteil ist daran gar nichts. 😦 Weiterlesen

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Die Welt im Kleinen

Lazy Sunday afternoon“ – der Song von den Small Faces aus dem Jahre 1968 lässt mich nicht nur zuverlässig mitsummen, wenn er im Radio läuft, er hat für mich auch so etwas wie Zeitreisepotenzial –

ganz ähnlich wie diese entspannten Freunde, die schon seit 1940 als unzertrennlich gelten.

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What I Loved

Manchmal ist es wie verhext – bzw. manchmal verhexe ich mich selbst, so könnte man es wohl sagen: Da war Siri Hustvedts What I Loved eines der Lesehighlights meines Spätsommers, aber erst mitten in den ersten Herbststümen schaffe ich es, darüber auch im Blog zu schreiben. Vorher war wohl meine eigene Anspruchsmauer mal wieder viel zu hoch … kein Wunder, so durchdacht, wie Hustvedt diverse Erzählstränge in der barocken Fülle ihres Romans zu führen versteht, und so perfekt wie sie in diesem Text Bildende Kunst samt Kunstbetrieb und Literatur miteinander verwebt! Weiterlesen

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