Countdown …

Noch drei Mal werden Die Türen in Reutlingen zu sehen sein. Drei Mal noch … und dann …?


Ich hoffe natürlich, dass Lillihs Inszenierung in der nächsten Spielzeit wiederaufgenommen wird, obendrein Festivaleinladungen erhält und auf Gastspielreise geht. Liebend gern auch hier im Pott, dann könnt ich Nadine, Christiane, Galina & Silvan öfter mal bei der Arbeit besuchen.

(von vorne links nach hinten rechts: Christiane Schoon, Silvan Kappeler, Nadine Bohse)

Vielleicht würde mir das helfen, Klarheit zu finden. Ich weiß nicht, klammer ich zu sehr an dem Stück, dieser Inszenierung? Oder, im Gegenteil, hab ich mich von all dem schon zu sehr entfernt? Ich weiß, dies ist mein bislang persönlichstes Stück, es ist in so vielem so nah dran an mir und hat mich obendrein viele Jahre begleitet, dann nochmal Jahre bis zu seiner Uraufführung gebraucht. Was Lillih, Helga & das wunderbare Ensemble draus gemacht haben, hat mir meine Arbeit noch einmal näher gebracht, sie mir wie einen Spiegel vorgehalten, und ich habe erstaunliches in der Reflektion entdeckt … Ich weiß auch, diese Inszenierung, die Vorstellungen, die anschließenden Diskussionen haben viele Menschen tief berührt und selbst, wenn ich nur bei der Premiere dabei war, empfinde ich das fast als ein Geschenk.
All das ist klasse, wunderbar, so soll’s sein. Nur … warum hab ich das Gefühl, etwas fehlt noch für mich, dass ich loslassen und weitermachen kann?

(Galina Freund und Nadine Bohse)
Geht es um die fehlende Perspektive für Die Türen, für das ich (noch immer) keinen Verlag und auch kein neues Theater gefunden habe? Wieviel Energie kann, soll, darf ich in die Suche nach einem Theater/Verlag stecken? Ein zweischneidiges Schwert: Wenn ich mich nicht drum kümmer, tut’s niemand. Aber wieviele Ablehnungen an einem Tag zu verkraften sind, merk ich meist erst nach der einen, die zuviel war. Und ob ich’ne Stunde oder’nen halben Tag Lesungen oder Stücke am Telefon anbiete, meine Ruhe und Konzentration ist danach häufig im Eimer und an Schreiben oder Malen ist an so’nem Tag dann nicht mehr zu denken. Und was ist ein Autor, der nicht schreibt, ein Maler, der nicht malt?

(Vielleicht in diesem Fall ein Osterhase. Der Rest der Welt macht Ferien, wieso will ich dann unbedingt arbeiten?!)

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Eine Antwort zu Countdown …

  1. Joan-Lee schreibt:

    Hallo.
    Ich habe Heute das Buch Stimmengewirr gekauft und den Hinweis auf das Theaterstück gefunden. Leider zu spät 😦
    Ich habe den Ausschnitt bei youtube gesehen und schon dabei geheult.
    Ja, so ist das Leben als Multi…
    Ich möchte dieses Stück so gerne sehen. Aber wo? Wie?
    Oder gibt es eine DVD, wo es doch Auschschnitte gibt?
    Oh, wenn möglich bitte mal antworten. E mail steht hier ja.
    Danke, Joan

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