Traumlyrik 1

Manchmal sucht man das eine und findet etwas ganz anderes. Bei mir sind’s heute eine gute handvoll kurzer Gedichte in einer Datei, die aus irgendeinem Grund „Traumlyrik“ heißt, obwohl REM viel passender wäre. Und da ich nicht weiß, wozu die armen Dinger gut sind und warum sie eigentlich in einer Dateischublade eingesperrt sind, werde ich sie jetzt nach und nach hier im Blog in die virtuelle Freiheit entlassen.

1

O könnte ich

mich häuten wie eine Schlange

wenigstens

mich in einem Kokon verpuppen

wie eine Made, eine Raupe auf dem Weg

zum Schmetterling oder zur Schmeißfliege.

Ach wäre ich

eine Kaulquappe

um mich in einen Frosch zu verwandeln.

Aber ich bin nichts weiter als

ich

bin

ein Mensch

fähig zu träumen fähig

zu zweifeln

doch was

ich bin

bin ich bereits.

Nicht einmal die Hoffnung

ein Wechselbalg

zu sein

bleibt

mir.

 

 

 

 

(c) 2014 Mischa Bach

 

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