Der Tod blüht auf

Zwei Dinge bestimmen für mich einen Theaterabend: das Erleben während der Vorstellung selbst und das, was am nächsten Morgen von all dem geblieben ist. Bei Sophia, der Tod und ich, das gestern in der Inszenierung von Tilmann Gersch im Essener Grillo-Theater uraufgeführt wurde, ist es die Freude, dem Tod (Jens Winterstein) beim Aufblühen zuzuschauen, die im Gedächtnis bleibt.

Sophia (Stephanie Schönfeld) und der Tod (Jens Winterstein) inszeniert von Tilman Gersch (Foto: Martin Kaufhold)

Sophia (Stephanie Schönfeld) und der Tod (Jens Winterstein) inszeniert von Tilman Gersch (Foto: Martin Kaufhold)

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2:1

Buchverfilmungen zu sehen, ist für Leser meist eine Enttäuschung. Wie aber sieht die Sache aus, wenn einen erst Fernsehfilme auf die zugrundeliegenden Romane bringen? Ich probierte es kürzlich mit zwei Werken von Ann CleevesRaven Black und White Nights aus der Shetland-Reihe – und Caroline Grahams The Killings at Badger’s Drift, dem ersten Auftritt von Inspector Barnaby im Jahr 1987 – aus. Und vielleicht sollte ich vorweg noch sagen, dass ich die Vera-Stanhope-Filme nach Ann Cleeves allesamt sehr schätze, während ich in Midsomer Murders (in Deutschland als Inspector Barnaby ausgestrahlt) nie reingefunden habe … Weiterlesen

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Zum Tanz bei Proust

Gut, viel Platz zum Tanzen hätte es gestern Abend in der Buchhandlung Proust nicht gegeben. Tatsächlich war gerade so viel Platz, dass alle Anwesenden sitzend dem lauschen konnten, was Heinz Feldmann über seine Arbeit an der Übersetzung von Anthony Powells 12bändiger Romanreihe „Ein Tanz zur Musik der Zeit“ zu sagen und Schauspieler Gregor Henze daraus vorzulesen hatte. Offenbar interessierte das bei Weitem nicht nur Übersetzerinnen und Schriftstellerinnen wie meine Freundin Gesine und mich. 🙂 Weiterlesen

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Blutiger Epos

Chinesische Schachteln, die eine Vorform der russischen Matrioschkas sind, kombiniert mit der Vorstellung eins Labyrinths, sind die erste Assoziation zum bereits 1987 erschienen Roman „Das rote Kornfeld“ von Nobelpreisträger Mo Yan (Pseudonym von Guan Moye, Nobelpreisträger von 2012). Gleich als zweites folgen blutrote Bilder voller starker Emotionen aber eben auch Gewalt und Grausamkeit. Weiterlesen

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Ich und die Dämmerung

Ich liebe die Dämmerung, das Licht zwischen Tag und Nacht, beginnend mit der blauen Stunde. p1010879 Weiterlesen

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Wintergrün

Essen ist Grüne Hauptstadt Europas 2017 und am Wochenende gab’s in der Gruga dazu gleich zwei Tage Eröffnungsfeiergc-herangeschwebt

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Verplaudert

Jazz und Swing überwiegend aus den 1920ern und 30ern würden Let’s misbehave!, das Konzert von Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys im Essener Grillo-Theater bestimmen, hieß es. Das lässt an Cole Porter, Irving Berlin, George Gershwin & Co. denken. Die gab es (u.a.) tatsächlich. Allerdings war das beileibe nicht alles, drumherum gab’s jede Menge Showeinlagen und vor allem Anekdoten, Anekdoten, Anekdoten. Weiterlesen

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Klangfarben

Könnte man das Wort nicht auch als Hinweis darauf verstehen, dass Musik und Malerei so manches gemein haben, dass man die eine Kunstform mit Begriffen aus der anderen zumindest in Teilen erfassen und beleuchten kann? Am Freitag, beim Besuch von Jacques Offenbachs Les Contes D’Hoffmann im Aalto schillerte und wogte die Musik jedenfalls so, dass ich unweigerlich Bilder von Henri de Toulouse-Lautrec im Kopf hatte. Und ließe sich nicht Sergej Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen mit gewissen Porträts von Otto Dix vergleichen, die unversehens in die abstrakten Welten Joan Mirós geraten sind? Weiterlesen

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Verflogen

… ist sie, mal wieder: p1010813 die wunderbare Zeit zwischen den Jahren. Weiterlesen

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Ein Neujahrsgruß

… oder sollte ich sagen: ein Neujahrsgrüßender? 20170103_150707 Weiterlesen

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Tiefenentspannt

Jasmin Tabatabei – allein der Name klingt bereits märchenhaft und vielversprechend. Vor allem, wenn es um Musik geht, denn, wie mancher vielleicht schon ahnte, mit dem deutschen Fernsehen habe ich es ja nicht so. Doch ihren gestrigen Auftritt mit dem David Klein Quartett in der Reihe „Jazz in Essen“ im Essener Grillo Theater konnte und wollte ich nicht verpassen. Weiterlesen

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Technik, nostalgisch

Ende der 1990er, in San Francisco. Das Internet ist noch jung, ohne Modems geht gar nichts und Überwachung ist für die allermeisten Menschen nicht einmal ein Spuk am Horizont. Dass Phillip Finch seinerzeit in Die Silhouette einen Serienmöder in Chatorooms seine Opfer auswählte, um sie anschließend technisch gekonnt auszuspähen und schließlich zu ermorden, war seinerzeit vermutlich etwas ganz und gar Neues. Weiterlesen

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Körpersprachen: reTURN

Der Anfang liegt, wie so oft im Leben, im Dunkeln: Sieben lange Minuten lauscht man in der Box des Essener Grillo-Theater einer Stimme vom Band (Danko Rabrenovic), die eine Episode aus Sasa Stanisics Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ vorträgt, während zwei Frauen kaum sichtbar auf der Bühne ausharren. Obwohl – ist das wirklich der Anfang von reTURN, Jelena Ivanovics Tanztheaterproduktion? War das nicht eher der Brief, den man als Zuschauer bekam? Oder gar Titos Tod am 4.5.1980?

Noch ziemlich gut versteckt: Siliva Weiskopf in reTURN (Foto: Karina Ter Ovanesova)

Noch ziemlich gut versteckt: Siliva Weiskopf in reTURN (Foto: Karina Ter Ovanesova)

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Gefangen

von Wendy Stern

GEFANGEN

Heute kam Leben zu mir

durchs Fenster herein

war ganz Federn und Leidenschaft,

so voller Farbe, Intensität, Schnelligkeit und Entschlossenheit

wie ich es zuvor wohl nie gekannt. Weiterlesen

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Tue Gutes …

… und lass andere darüber schreiben: Am Donnerstag, den 8.12.16 war mal wieder Krimitag mit Lesungen und Buchverkauf für den guten Zweck – diesmal zugunsten des Vereins  zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur – und in der WAZ gibt’s einen schönen Bericht von Petra Treiber mit Fotos von Socrates Tassos 🙂 Weiterlesen

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