Besuch der alten Dame

Hoffnungslos verarmt hoffen sie doch auf Rettung, die Güllener in Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie Der Besuch der alten Dame. Hoffnungslos skeptisch, was Thomas Krupa im Schauspiel Essen daraus machen würde, besuchte ich am Freitagabend die Premiere – und wurde angenehm überrascht.

Güllen, ganz unten, aber voller Hoffnung auf Rettung? Silvia Weiskopf (links, Rückenansicht), Ines Krug, Sven Seeburg & Ensemble in „Der Besuch der alten Dame“

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Himmlische Aussichten

Raufschauen muss man schon,   sonst sieht man nicht, Weiterlesen

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Melancholie im Labyrinth

Schmal ist der Band, und wunderschön illustriert von Kat Menschik: Die unheimliche Bibliothek von Haruki Murakami erschienen 2014 bei Dumont. 60 Seiten, eine Novelle also – die Erzählung einer unerhörten Begebenheit. Oder ein Märchen aus der Feder eines japanischen Kafka-Nachfolgers. Weiterlesen

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Auf der Suche

zu sein kann sich anfühlen, als sei man in ein Räderwerk geraten, Weiterlesen

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Geistreich

Ein weiterer schmaler Band, der es in sich hat: Ghosts von Eva Figes aus dem Jahr 1988 ist für mich eine geistreiche und poetische Meditation über Vergänglichkeit. Ein Tageslauf, ein Jahresrund, eine Frau, die ganz alltäglichen Beschäftigungen nachgeht. Nichts Spektakuläres, denn in einem gewissen Alter sind verstorbene und durch Demenz der Gegenwart entrückte Eltern nichts Ungewöhnliches. Sparsame Handlungen, und doch ist am Ende nicht nur das Elternhaus ausgeräumt und die Vergangenheit sortiert, obendrein ist jede Figur einen Platz weiter gerückt: Weiterlesen

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Und ob sie’s kann: Lydia Davis

Can’t and Won’t heißt die Sammlung von 122 Erzählungen, Kurz- und Kürzesgeschichten aus der gespitzten Feder der wunderbaren Lydia Davis, und bereits die titelgebende Geschichte beweist ihren famosen Sinn für Humor: darin erfährt der Leser, dass man der Ich-Erzählerin einen Literaturpreis wegen Faulheit verweigert, da sie sich weigert, „cannot“ and „will not“ auszuschreiben, und eben statt dessen „can’t“ and „won’t“ verwendet. Ach, wäre das Schreiben pointierter Prosa ohne jedes überflüssige Wort, ja ohne jeden unnötigen Buchstaben doch nur so einfach! 😉 Weiterlesen

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Heimkehr

Sommer und Urlaub, das gehört zusammen, für die meisten jedenfalls. Drunter zu leiden hatte dieses Mal das arme Blog besonders arg.  Weiterlesen

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Alice Munro: The Progress of Love

Ein Sammelband von 1982, darin ein Dutzend Geschichten, in denen zumindest auf den ersten Blick wenig Spektakuläres erzählt wird, das sind gewissermaßen die Eckdaten von Alice Munros The Progress of Love. Allerdings bleibt mir diesmal nach dem Zuklappen des Buches nicht nur Gutes in Erinnerung. Weiterlesen

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Krönender Abschluss?

Die Ferien haben längst begonnen, und das nicht nur im Theater. Und dass ich im Aalto-Theater in Essen Wolfgang Amadeus Mozarts La Clemenza di Tito sah, ist noch länger her. Was mich jetzt aber doch ein wenig schockiert: Die Inszenierung, die Anfang Juni erst Premiere hatte, ist inzwischen spurlos vom Spielplan wie von der Webseite der TUP verschwunden. Weiterlesen

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Beklemmend: Eva Figes‘ „Days“

Ein Krankenzimmer, eine Frau im Bett, die auf einen leeren Besucherstuhl blickt, dahinter ein Fenster mit kahlen Bäumen und grauem Himmel, das ist schon beinahe alles, was in Eva Figes schmalem Roman Days aus dem Jahre 1974, vorkommt. Und das Beklemmende an der Sache ist nicht, dass die Frau im Bett nicht aufstehen, sich nicht bewegen kann – obwohl die Vorstellung, so auf andere angewiesen zu sein, gewiss schon alles andere als angenehm ist. Weiterlesen

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Himmelsblicke

Heute ist so manches wechselhaft.  Weiterlesen

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Aus und vorbei

Die Spielzeit endete letzte Woche, und mit ihr verschwindet auch Umständliche Rettung, das Siegerstück des Autorenwettbewerbs „Stück auf!“ 2016 aus der Feder von Martina Clavadetscher vom Spielplan. Nachdem ich die vorletzte Vorstellung der Inszenierung von Thomas Ladwig zusammen mit gerade mal elf weiteren Zuschauern gesehen habe,  muss ich sagen, das ist kein Verlust. Weiterlesen

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Implodierte Schönheit

Ich kann es noch immer nicht fassen, dass es die riesige Trauerweide, diese wunderbare Oase, diesen grünen ‚Wasserfall‘ gleich hinterm Haus nicht mehr gibt.

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Explodierende Terminkalender

Sommerzeit, Ferienzeit – von wegen! Sommerzeit, Baustellenzeit, das trifft es schon eher, denn gerade wird nicht nur im Nachbarhaus gleich hinter meinem Rücken gestemmt, gebohrt, gehämmert und anderweitig gelärmt, sondern draußen, auf den Straßen rund ums Haus herum scheint’s auch nichts zu geben als aufgerissene und gesperrte Straßen, Umleitungsschilder und Staus. Bis vor einer Woche hielt ich all das für den größten, akuten Unbill. Dann explodierte mein Terminkalender. Und das, wo ich gerade noch gedacht hatte, in diesem Jahr hätte ich es hinbekommen, mir die Ferienzeit einigermaßen freizuschaufeln … Weiterlesen

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Brecht, packend

Gestern lockte mich Bertolt Brechts Leben des Galilei ins Grillo-Theater, wo es in der Inszenierung von Konstanze Lauterbach Premiere hatte: Unsicher, ob ich dafür nach einem langen Tutoriumstag noch Energie hätte, kam ich, bestens unterhalten, den Kopf glücklich voller Ideen und Bildern ging ich danach wieder nach Haus. Ein fast perfekter Theaterabend, durchdacht inszeniert, ungeheuer lebendig auf die abstrakte Bühne (Ann Heine) gebracht vom spielfreudigen Essener Ensemble und mit viel Milch serviert.

Der geniale Denker und Forscher, in die Ecke gedrängt? Axel Holst als Galileo Galilei in der Essener Premiere

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